Speed-Dating mit Henrietta - eine Serie in Wort und Bild

Im Gegensatz zu Henrietta liebe ich es, Neues auszuprobieren. Und jetzt ist es mal wieder so weit! 

 

In meinem Debütroman verwirft Henrietta die Idee eines Speed-Datings, ohne lange darüber nachzudenken. Doch jetzt nimmt Toni die Sache in die Hand. 

 

Buchverrückt, experimentierfreudig oder einfach nur neugierig? Dann folge mir auf Instagram :-)

 

Ob du die Handlung mitgestaltest oder dich lieber entspannt zurücklehnst, bleibt dir überlassen. 

 

Wenn dir meine Posts gefallen, freue ich mich natürlich über Herzchen, Kommentare, Weitersagen! 



Episode 1

„Liebe Henrietta,

Alles Gute nachträglich zur Scheidung.

Zeit für neue Abenteuer :-)

Deine beste Freundin,

Toni“ 

 

Mit Entsetzen starre ich auf Tonis Nachricht. Ich und ein freiwilliges Abenteuer. Klingt das für Sie genauso bizarr wie für mich? Nein? Dann kennen Sie mich wohl noch nicht. 

 

Ich mag meine Freundin. Tue ich wirklich! Aber dieser Text verheißt nichts Gutes. Besorgt greife ich nach dem Papier und folge dem Pfeil.



Episode 2

Hektisch scrolle ich durch meine Kontakte. Zweimal flitzen die Einträge auf und ab bis ich die Liste bei Toni stoppe. Mein Zeigefinger knallt auf ihren Namen. Während ich mir die schmerzende Fingerkuppe reibe, warte ich darauf, dass Toni das Gespräch annimmt.



Episode 3

„Huhu, guten Morgen, hast du mein Geschenk entdeckt?“

„Selbstverständlich. Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht? Speed und Dating? Klingt das etwa nach mir?“

„Nein.“

„Und warum erhalte ich dann dieses unwillkommene Präsent?“

„Oh, Entschuldigung! Nächstes Mal schenke ich etwas, das eher deiner Stimmung entspricht: eine XXL Packung Taschentücher, einen simulierten Stromausfall und eine neue graublaue Jogginghose. Vielleicht male ich dazu noch ein deprimierendes Bild an die Decke über dem Sofa. Wäre dir das etwa lieber?“

„Nein, natürlich nicht!“

„Sehr schön. Dann gehst du also.“

Ohne sich zu verabschieden, beendet Toni das Telefonat.



Episode 4

„Schokolade. SCHOKOLADE!“, brülle ich das schwarz glänzende Display an. 

Meine Bedürfnisse sind derzeit bescheiden. Schokolade entspannt mich. Während ein Stück auf meiner Zunge zergeht, vergesse ich alle Probleme. Tonis Geschenk hingegen konfrontiert mich gleich mit mehreren meiner Ängste. Flirten liegt mir nicht. Und, Sie vermuten es vielleicht schon, Spontanität gehört eher nicht zu meinen Stärken. 

 

Die auf dem Boden verstreuten Blumen sehen durstig aus. Ich fülle Wasser in eine Vase. Eine sinnvolle Tätigkeit, die meine Nerven ein wenig beruhigt. Ich soll Tonis Geschenk dankend ablehnen? Sie wird Verständnis dafür haben, dass ich noch nicht bereit bin für eine neue Liebe? Ein einleuchtender Vorschlag. Theoretisch. Doch Toni ist das beharrlichste Wesen auf diesem Erdball. Wenn ich mich weigere mitzuspielen, wäre ihr ganz und gar zuzutrauen, dass sie einen anderen Weg findet, mir potentielle Verehrer vorzustellen. Und Toni besitzt einen Schlüssel zu meiner Wohnung.



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